Willkommen im infantilen Zeitalter …

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Seit einiger Zeit beobachte ich in der Politik und der Wirtschaft eine zunehmende Infantilität. Beinahe jeder Politiker – wen wundert es – aber auch zunehmend die Elite der Wirtschaft knickt vor der grün-roten Tyrannei ein. Jede Vernunft, alles Wissen scheint aus deutschen Leitungsebenen wie weggeblasen. Jeder Shitstorm von dummen Kindern und deren infantilen Vorbetern zwingt offensichtlich zum bedingungslosen Einlenken.

Mittlerweile ist es völlig gleichgültig, was man sagt, was man schreibt – von irgendeiner Seite hagelt es immer hysterische Kritik. Kaum noch jemand ist in der Lage einfach nur zu sagen: „What the f*ck geht`s mich an?“

Man biedert sich an jeden Trend, jedem Hype. Politiker machen Kindern, die ihre Schulzeit mit Hüpfen verschwenden, den Hof. Wäre es nicht gerade deren Aufgabe sie auf die gesetzliche Schulpflicht hinzuweisen? Lehrer „zwingen“ Schüler an diesen Schulschwänzereien teilzunehmen – ohne rechtliche Folgen. Willkommen im infantilen Zeitalter!

Was ist aus den gestandenen Menschen geworden? Wo sind die erfahrenen Unternehmer, die tagtäglich dafür sorgen, dass diese Kids überversorgt und problembefreit aufwachsen können? Wo sind die Vernünftigen unter ihnen, die auch einmal sagen: „Es reicht! Solange ihr unter meinen Dach lebt, gelten meine Regeln. Wenn ihr für euch selbst sorgen könnt, macht es besser.“

Statt dessen versucht man sich – eigentlich wider besseres Wissen – bei ihnen anzubiedern und ihnen noch mehr Zucker in den Hintern zu blasen. Man gibt ihnen eine Bedeutung und eine vorgebliche Authorität, die sie sich bisher nicht im Geringsten verdient haben.

Wenn Infantilität systemisch wird …

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  • Eine übergewichtige Gleichstellungsbeauftragte sorgt dafür, dass eine Ausstellung mit Aktbildern im öffentlichen Bereich eines Verwaltungsgebäudes teilweise abgehängt werden muss. Sie fühle sich durch diese Bilder erniedrigt. Der zuständige Landrat knickt ein. Entschuldigt sich wortreich bei den Künstlern. Feigheit par excellence!
  • Ähnliches geschieht im Rathaus Köpenick.
  • Eine SPD-Politikerin spricht allen Ernstes vom „demokratischen Sozialismus“ und will ein zweites Mal mit den Linken zu einer Art SED verschmelzen.
  • CDU-Politiker marschieren an der Seite von linksradikalen vermummten Jugendlichen und kriminellen Randalierern – die sie doch zu Feinden und Nazis erklärt haben. Gilt das Vermummungsverbot eigentlich noch?
  • Ein Gedicht an einem Schulgebäude – welches kurz zuvor von dieser Hochschule einen Preis erhielt – soll übermalt werden. Es ist einigen Durchgeknallten zu maskulin.
  • Lieder von Matthias Claudius oder unsere Nationalhymne sind Feministinnen ein Dorn im Auge.
  • Universitäten, Städte und Gemeinden knicken vor dem Gendergaga ein und verschwenden Millionen für die Verblödung unserer Sprache.
  • Universitäten lassen sich von randalierenden linksextremen Studenten die Agenda diktieren – wie schon einmal.
  • Traditionsbetriebe wie z.B. „Niederegger“ aus Lübeck benennen die gestandene „Mohrenkopftorte“ in „Othellotorte“ um, weil eine – in Worten „EINE“ hysterische Lehrerin protestiert hat.
  • Eine smoothie-Firma setzt auf freche Werbung und wird von „Feministinnen“ wegen Peniswerbung nieder gemacht.
  • Einer Vielfliegergöre ohne jede Lebens-, und Berufserfahrung wird ein Vorstandsposten in einem DER deutschen Unternehmen angeboten. Wer ist hier der wirklich Infantile?

Forderungen ohne Gegenleistung …

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Selbst unsinnigste Forderungen und Ansprüche stellen die Jugendlichen – auch auf politischer Ebene. Genau wie sie es wohl aus dem privaten Bereich gewohnt sind und mit Erfolg zu tun. Jugendlich selbstgerecht, arrogant auf ihre Rechte pochend, ohne die Bereitschaft zu einer Gegenleistung.

Aber welche Rechte haben diese Kids gegenüber der Gesellschaft, wenn sie ihr vornehmstes Recht – das Recht auf Bildung – derart mit Füßen treten? Woraus sollten diese resultieren, wenn sie dieses Recht, das gleichzeitig auch ihre Pflicht gegenüber der Gemeinschaft ist, so vehement ablehnen? Da ist keinerlei Folgedenken zu erkennen – kein: „Was geschieht, wenn …?“ Wie denn auch, wenn die Erfahrungen eines gelebten Lebens bisher fehlen. Wenn das Essen aus dem Supermarkt, das Geld aus dem Automaten und der Strom aus der Steckdose kommt. Wenn Erwachsene ihnen bisher all dieses notwendige Grundwissen für ein selbstgestaltetes Leben nicht vermitteln konnten. Es fehlt offensichtlich jegliches Wissen um Kausalitäten.

  • Kapitalismus ist Schei..e – aber das neueste iPhone ist cool.
  • Ausbeutung gehört abgeschafft – aber 60% der bestellten Billigkleidung wird wieder an H&M zurück geschickt.
  • CO2 ist der Weltuntergang – aber ein kaltes Zimmer ist eine miese Aktion der Gruftieltern.
  • SUVs gehören verboten – aber wehe der Papa holt sie nicht rechtzeitig vom Club ab.

Ihre Eltern versuchen „beste Freunde“, statt Erziehende mit Wertevermittlung zu sein. Verstehen Eltern tatsächlich nicht, dass sie niemals als „Freunde“ akzeptiert werden? Sie machen sich bei diesem Versuch nur lächerlich. Als die Eltern ihren Kids auf Facebook folgten, zogen diese sich von dort zurück, um auf anderen Plattformen „unter sich zu sein“.

Ein deutscher Teenager hat mehr mit einem Gleichaltrigen aus Neuseeland oder Californien gemein, als mit seinen eigenen Eltern oder Großeltern. Sie alle kaufen bei H&M, Amazon, Ebay, Ikea oder bei Essie, essen bei McDonald oder trinken ihren Kaffee bei Starbucks. Sie folgen den gleichen Stars in den Socialmedien, sehen die gleichen Filme auf Netflix und hören die gleiche Musik bei Spotify. Dinge von denen ihre Eltern bestenfalls erfahren, wenn ihre Zöglinge mal wieder Geld dafür benötigen oder sie deren Zimmer aufräumen.

Fremde Mindsets statt eigenes Denken …

Wenn man auf Youtube schaut welche Art Videos die meisten Follower erzielen, stellt man fest, dass es vor allem sogenannte Influencer sind die Millionen von Klicks generieren. Die Jugendlichen vertrauen diesen Werbeträgern blind, denn sie entstammen ihrer Altersklasse. Um so heftiger reagieren sie, wenn sie das Gefühl haben, diese hätten sie „hintergangen“. Derartige Influencer-Karrieren können durch den shitstorm über ein einziges Video beendet sein. Das Ergebnis ist, dass Kids zunehmend speziell für sie vorgefertigtem Denken folgen. Sie berauben sich der Möglichkeit selbstständig Meinungen und Erfahrungen zu bilden. Siehe hierzu das bekannte Rezo-Video. Frau AKK war sich nicht zu schade, darauf überhaupt zu reagieren. In ihrer Unwissenheit um solche Mechanismen forderte sie eine Zensur der sozialen Medien. Sie tappte in ihrer Infantilität in die ausgelegte Falle und bewies, dass die Alten tatsächlich keine Ahnung von solchen Dingen haben. Das nachgelegte Video des Berufsjugendlichen Philip Amthor war dann nur noch die Kirsche auf die Sahne.

Was auf der einen Seite die Möglichkeit böte sich vielfältig zu informieren und zu bilden wird andererseits zur Denkfalle. Das Problem ist Youtube selbst. Denn wenn Sie sich eine Weile mit einem bestimmten Thema befassen, werden Ihnen in Folge nur Videos mit dem entsprechenden Kontext angeboten. Wenn Sie dann nicht wissen, wonach Sie sonst noch suchen könnten, verharren Sie in dieser Blase. Das formt Sie und auch ihr Denken zumindest für eine ganze Weile.

Quelle: Youtube

Du bist doch auch für den Weltfrieden, oder …

Genau das machen sich in den letzten Jahren politische und ideologische Gruppierungen zunutze. Sie holen unsere Kinder dort ab, wo die sich sicher wähnen – in den sozialen Medien, auf Youtube, Twitter etc., aber auch bereits in Kindergärten und Schulen. Orte, die zur Neutralität verpflichtet sind, werden zu rot-grünen Kaderschmieden. Ganz gleich, ob Ihnen HJ, BDM oder Pioniere und FDJ dazu einfallen – sie liegen richtig. Es ist die gleiche Methodik. Infiltration und Propaganda bereits im Kindesalter. Der berüchtige WDR-Kinderchor-Skandal ist nur ein an die Öffentlichkeit gedrungenes Beispiel einer kontinuierlichen Kette von ideologischen Übergriffigkeiten.

Nur wir Eltern könnten diesen Einfluß weitest gehend begrenzen, in dem wir uns auf unsere ureigenste Aufgabe besinnen und unseren Kindern vorgeben und vorleben, was wir von ihnen und für sie erhoffen. Es ist dagegen nicht unser Recht diese Aufgabe, an wen auch immer, zu deligieren. Sei es aus Bequemlichkeit oder Unfähigkeit. Wir waren nicht zu unfähig Kinder in diese Welt zu setzen. Nun sollten wir auch nicht unfähig sein, für diese die Verantwortung zu übernehmen. Ein frommer Wunsch, ich weiß.

„Die Natur will, dass die Kinder Kinder seien, ehe sie Erwachsene werden. Wollen wir diese Ordnung umkehren, so werden wir frühreife Früchte hervorbringen, die weder Saft noch Kraft haben: jugendliche Greise und greise Jugendliche.“

Zitat: Jean Jacques Rousseau

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