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Demokratie

Privatisierung der Meinungsregulierung: Analyse des „Digital Services Acts“

Der Digital Services Act will einen europäischen Weg der Sprach- und Rederegulierung finden, der die nationalen Regulierungen und rechtlichen Anforderungen der einzelnen EU-Staaten nur unzureichend berücksichtigt. Plattformbetreiber, wie Telegram, Meta (Facebook) und X (Twitter) sehen sich in diesem Zusammenhang mit der Aufgabe konfrontiert, ihre Moderationsrichtlinien an die neu erlassenen rechtlichen Vorgaben anzupassen und gleichzeitig die nationalen Besonderheiten ihrer europäischen Nutzerbasis zu berücksichtigen. Das ist im Grunde kaum möglich, da z.B. im deutschen Grundgesetz die Redefreiheit garantiert ist. Der Artikel 5 des Grundgesetzes (GG) sichert die Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit zu. Der genaue Wortlaut des relevanten Absatzes ist:Artikel 5 GG, Absatz 1:„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ Allerdings gibt es auch Einschränkungen, die in Absatz 2 festgelegt sind:„Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.“ Das bedeutet, dass die Meinungsfreiheit nicht grenzenlos ist, sondern durch andere Gesetze (wie etwa das Strafgesetzbuch bei Verleumdung oder Volksverhetzung), also staatlich juristisch eingeschränkt werden kann. Diese bisher gültige Regelung findet allgemeine Zustimmung in der Bevölkerung. Dies ist auch im Kontext des Digital Services Act und der Plattformmoderation relevant, da hier die Balance zwischen Meinungsfreiheit und ihren gesetzlichen Grenzen zumindest fragwürdig ausgelegt wird. Die ausschließliche Festlegung durch geltendes Recht und deren Anwendung durch Gerichte wird ausgehöhlt… Weiterlesen »Privatisierung der Meinungsregulierung: Analyse des „Digital Services Acts“

Psychogram Herr Hennermann

Der „gute Hirte“ Hennermann

Der gute Hirte Herr Hennermann hat eine Mission. Der gute Herr Hennermann möchte Seelen retten. Denn der gute Herr Hennermann ist umgeben von verirrten und verwirrten Schäfchen. Armer Herr Hennermann!

Herr Hennermann durfte deshalb ein Interview bei seinen Genossen von Ostprog geben. Der gute Herr Hennermann sagt, dass er sehr stolz darauf ist und bezeichnet das Gespräch selbst als interessant. Das passt halt zum Herrn Hennermann. Er findet sich interessant. Aber das tun viele seiner Genossen ebenfalls. Und so treibt er staatstreu, unwissend und mit ach so viel Verständnis für all die verirrten Schäfchen, sein Denunzianten-Wesen auf Twitter.

Er kommentiert geflissentlich Gespräche aus Twitter-Spaces und verdreht und denunziert Aussagen und Sprecher. Die Mühe, erwähnte Aussagen mit Fakten zu widerlegen widerstrebt dem guten Herrn Hennermann. Es wäre dafür auch Wissen und Recherche notwendig. Aber Fakten könnte man ggf. diskutieren und widerlegen und diesen Tart tut sich der gute Herr Hennermann selbstverständlich nicht an. So bleibt der gute Herr Hennermann weiterhin unwissend, aber voller linker Überzeugung und bereit auch Menschen zum Impfen zu verleiten. Skrupel scheinen dem guten Herrn Hennermann weitest gehend fremd. Das er möglicherweise einem Menschen die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit genommen hat, interessiert ihn nicht im Geringsten. Schließlich geht es um die Erfüllung seiner Berufung – er ist der gute Hirte, denkt er …

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Gedankenwelten im Bundestag

Ach kommen Sie … Ich meine jeder liebt doch Geheimnisse über „DIE DA OBEN“. Nun tun Sie mal nicht so etepetete. Neugier ist eine ganz natürlich menschliche Eigenschaft, dafür müssen Sie sich doch nicht schämen. Aber Ernst beiseite …

Heute ist es mir eine ganz besondere Ehre auf eine Reihe von Beiträgen des Autors Claudio Casula, seines Zeichens Autor auf Achgut.com und viel gelesener Zwitscherer, hinzuweisen. Bietet er uns doch die einmalige Chance in die Köpfe unserer „beliebtesten Polit-Eliten“ zu schauen und deren Gedankenwelten zu belauschen. Ein messerscharf-chirurgisches und sensibel-satirisches Lese-Vergnügen. Natürlich ist das nur bei den Politikern möglich, bei denen auch ausreichend Gedanken vorhanden sind. Insofern ist jeder vorgetragene Fall ein Glücksfall für uns Leser – nicht nur in Stil und Inhalt …

Wer den Gedanken unserer Vertreter folgt wird verstehen, dass Wahlen eines der größten Missverständnisse in der Geschichte der Menschheit darstellen.

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