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Außenpolitik

Das Phänomen Xavier Milei – Sein wirtschaftlicher Sonderweg

Der Aufstieg eines Ökonomen zum Präsidenten Xavier Milei ist in kürzester Zeit von einem wirtschaftsliberalen Außenseiter zum Präsidenten Argentiniens aufgestiegen. Seine radikalen Thesen, seine unverblümte Sprache und sein Charisma haben ihn zu einem politischen Phänomen gemacht. Vor allem aber ist es seine wirtschaftspolitische Vision, die ihm nationale wie internationale Aufmerksamkeit verschafft hat. Doch wie konnte ein libertärer Ökonom ein wirtschaftlich krisengeschütteltes Land wie Argentinien erobern – und welche Erfolge oder Risiken bergen seine Reformen wirklich? Lasst uns zuerst Mileis Aufstieg, seine wirtschaftspolitische Agenda, den historischen Kontext Argentiniens sowie die Reaktionen von Wirtschaft, Bevölkerung und internationalen Akteuren beleuchten. Wir gehen differenziert und kritisch der Frage nach: Ist Xavier Milei ein notwendiger Reformer – oder ein ökonomischer Hasardeur? Kapitel 1: Wer ist Xavier Milei? Xavier Gerardo Milei wurde am 22. Oktober 1970 in Buenos Aires geboren. Ursprünglich war er professioneller Fußballspieler, bevor er sich ganz der Ökonomie zuwandte. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Belgrano und spezialisierte sich später auf makroökonomische Theorie. Bekannt wurde er in den 2010er-Jahren als TV-Ökonom, der die keynesianisch geprägte Wirtschaftspolitik Argentiniens scharf kritisierte. Mit Zitaten von Friedrich August von Hayek, Ludwig von Mises und Murray Rothbard profilierte sich Milei schnell als glühender Verfechter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Mileis Erscheinung ist ebenso ungewöhnlich wie sein wirtschaftliches Denken: Mit wilder Frisur, markigen Worten und teilweise aggressivem Tonfall stellt er das politische Establishment infrage. Sein Image als „Anti-Politiker“ hat ihn bei vielen jungen Menschen und Unternehmern populär gemacht. Seine Medienpräsenz ist kein Zufallsprodukt – sie ist Teil einer klugen Strategie, mit der er… Weiterlesen »Das Phänomen Xavier Milei – Sein wirtschaftlicher Sonderweg

Die deutsche Friedens-DNA und der Gehorsam der Mainstream-Medien

„Der beste Kaufmann ist der Krieg. Er macht aus Eisen Gold“ Friedrich Schiller Deutschland hat sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine ausgeprägte Friedensidentität aufgebaut. Diese, neuerdings kritisierte, „Friedens-DNA“ ist tief in der kollektiven Psyche der Nation verankert – spiegelt sich aktuell allerdings weder in der Außenpolitik, noch der öffentlich vorgetragenen Meinung und schon garnicht in den öffentlich-rechtlichen Medien wider. Im Gegenteil, in jüngster Zeit scheint diese Identität durch eine zunehmend aggressive Rhetorik in den Mainstream-Medien herausgefordert zu werden. Frau Miosga fragt unverfroren, wie man diese „deutsche Friedens-DNA“ überschreiben könne. Also, wie man die Deutschen auch ein drittes Mal kriegsgeil, oder wie es neuerdings heißt „kriegstüchtig“ machen könne. Inwieweit dieser Begriff eine freudsche Fehlleistung in Bezug auf die vergangene Corona-Hysterie war, will ich nicht weiter erörtern. Aber es scheint mir durchaus denkbar, dass in Zeiten weltweiter Aufarbeitung und Verdammung dieser politisch generierten Hysterie eine Neubesetzung bestimmter Begriffe im Gange ist. Die deutsche „Friedens-DNA“ ist das Verdienst und Ergebnis einer jahrzehntelangen bewussten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Nach den Gräueltaten des Nationalsozialismus und den verheerenden Folgen des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich in Deutschland ein tiefes Bedürfnis nach Frieden und Versöhnung. Diese Haltung manifestierte sich in der Ablehnung militärischer Interventionen und einem starken Engagement für diplomatische Lösungen. Um so besorgter macht mich, das Fehlen jeglicher diplomatischer Bemühungen in Bezug auf die gegenwärtigen Konflikte – sei es im Gaza-Israel-Konflikt oder inbesondere in Bezug auf den Ukrainekrieg. Noch bevor man Mittel der Verhandlung von Seiten Deutschlands und der EU angedacht hat, werden sie als nicht existent definiert. In der… Weiterlesen »Die deutsche Friedens-DNA und der Gehorsam der Mainstream-Medien