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Beiträge

Dieser Weblog ist aus Zeitgründen entstanden. Ich habe zu viel Zeit, die ich aber nicht mit dem Fernsehprogramm oder anderen Schadmedien totschlagen möchte. Ich habe nicht mehr genug Zeit, um sie mit all dem neuen unsinnigen Blabla und Gaga auffüllen zu wollen. Überwunden geglaubte Zeit wird wieder zu neuem Leben erweckt. Die Diktatur der „Wohlmeinenden“ bestimmt die Themen, das Denken, Sprechen, Schreiben und zunehmend auch das Handeln.

Der Drang der Deutschen zur Selbstzerstörung – Beinahe eine Liebeserklärung

Heute veröffentliche ich den Text aus meiner Vorlesung vom 20. Juli 2025. Ich möchte die „deutsche Seele“ unter mein persönliches Mikroskop legen, um festzustellen, ob wir Deutschen tatsächlich so „unheilbar deutsch“ sind. Auf den ersten und zweiten Blick: „Ja“. Dennoch sehe ich auch Hoffnung für dieses tüchtige Volk, das offensichtlich in allem tüchtig ist – in seiner Selbstzerstörung genauso wie in seiner Auferstehung. Dieser in Essayform verfasste Text befindet sich noch in der Rohfassung und wird als Einleitung zu meinem neuen Buch über deutsche Befindlichkeiten, deren Beziehung zur Macht und Politik, Wirtschaft, anderen Völkern und der Familie dienen. Mein Dank gilt all jenen, die dieser Lesung beigewohnt haben und sich dazu bereits äußerten. Für alle, die diese Lesung verpasst haben, aber dennoch Interesse an dem Text zeigten, hier ein kleiner Auszug für hoffentlich anregende Gespräche: Auszug: Es gibt Völker, die ihre Geschichte wie einen Mantel tragen, würdevoll und selbstverständlich. Und es gibt solche, die sie wie einen Mühlstein um den Hals schleppen, stöhnend unter dem Gewicht vergangener Epochen. Die Deutschen gehören zweifellos zur zweiten Kategorie, wobei sie die bemerkenswerte Eigenschaft entwickelt haben, aus diesem Mühlstein noch zusätzliche Steine zu meißeln, um sich das Leben noch schwerer zu machen. Man könnte dies als eine besondere Form der Kreativität betrachten, wäre es nicht so tragisch produktiv in seiner Destruktivität. Die vorliegende Untersuchung unternimmt den Versuch, diesem eigentümlichen Phänomen auf den Grund zu gehen, wobei der Autor sich bewusst ist, dass er damit ein Terrain betritt, das von Minenfeldern ideologischer Befindlichkeiten durchzogen ist. Doch was wäre die deutsche… Weiterlesen »Der Drang der Deutschen zur Selbstzerstörung – Beinahe eine Liebeserklärung

Wie menschlich wird die Philosophie der Zukunft?

Die Philosophie, jene uralte Disziplin des menschlichen Denkens, die seit Jahrtausenden versucht, die großen Fragen des Lebens zu ergründen, steht heute vor einer beispiellosen Herausforderung. Während Sokrates auf dem Marktplatz von Athen seine Mitbürger zum Nachdenken über das Wesen der Tugend anhielt und Descartes in seiner Studierstube über die Gewissheit menschlicher Erkenntnis grübelte, leben wir in einer Epoche, in der künstliche Intelligenz nicht nur rechnen und analysieren kann, sondern auch philosophische Texte verfasst, ethische Dilemmata diskutiert und sogar über die Natur des Bewusstseins reflektiert. Diese Entwicklung wirft fundamentale Fragen auf, die das Selbstverständnis der Philosophie als genuin menschliche Aktivität erschüttern. Wenn eine Maschine in der Lage ist, kohärente Argumente über die Existenz Gottes zu entwickeln, komplexe moralische Problemstellungen zu durchdringen oder über die Bedeutung des Lebens zu reflektieren, was bleibt dann noch spezifisch menschlich an der philosophischen Tätigkeit? Und mehr noch: Kann die Philosophie ihre Relevanz und Authentizität bewahren, wenn sie sich zunehmend mit nicht-menschlichen Denkprozessen konfrontiert sieht? Das Wesen der Philosophie neu betrachtet Um zu verstehen, wie menschlich die Philosophie in der Zukunft bleiben wird, müssen wir zunächst ergründen, was die Philosophie in ihrem Wesenskern ausmacht. Philosophie ist mehr als nur das Sammeln von Wissen oder das Anwenden logischer Regeln. Sie ist eine Form des Denkens, die aus der menschlichen Existenz selbst erwächst – aus unserem Bewusstsein für die eigene Sterblichkeit, aus der Erfahrung von Liebe und Verlust, aus der Konfrontation mit dem Unbekannten und der Suche nach Sinn in einer oft chaotischen Welt. Die großen philosophischen Fragen entstehen nicht in einem abstrakten Raum,… Weiterlesen »Wie menschlich wird die Philosophie der Zukunft?

Jugend und Kinder – Eine delegierte Generation

An dieser Stelle möchte ich einen weiteren Auszug aus meinem 2-bändigen Buch „Zwischen Hybris & Angst: Die Kriese des modernen Ich“ veröffentlichen. Das Thema ist vielschichtig und bedarf der Betrachtung diverser Blickrichtungen und Blickwinkel. Auch wenn ich nicht den Anspruch der Vollständigkeit oder gar Endgültigkeit erhebe, ist es mir womöglich gelungen, die Aufmerksamkeit auf einzelne Problematiken der Gegenwart zu wecken und ein Bewusstsein hierfür zu kreieren. In Band 1 gehe ich auf die individuellen Faktoren der Themen ein. Während sich Band 2 mit den gesellschaftlichen Einflüssen und Faktoren auseinandersetzt. Ich hoffe ich kann Ihre Neugier anregen und freue mich auf Diskussionen, Meinungen und Vorschläge. Vergessen wir nicht: Demokratischer Wandel ist nur durch einen freien, offenen Austausch von Meinungen möglich und wir bräuchten ihn jetzt dringend. Die siebzehnjährige Maya starrt auf ihr Smartphone-Display, während sie in der überfüllten U-Bahn sitzt. Um sie herum herrscht das vertraute Schweigen der digitalen Ära – Dutzende von Menschen, jeder in seine eigene virtuelle Welt versunken. Ihre Finger fliegen über den Bildschirm, zwischen Instagram-Stories, TikTok-Videos und WhatsApp-Nachrichten wechselnd. In wenigen Minuten hat sie mehr Informationen konsumiert als ihre Großeltern in einer ganzen Woche. Doch als sie das Handy wegsteckt und aus dem Fenster blickt, hat die die Mehrheit dieser Informationen bereits wieder vergessen. Maya ist kein Einzelfall. Sie repräsentiert eine ganze Generation, die zwischen zwei Polen gefangen zu sein scheint: der Hybris der unbegrenzten Möglichkeiten und der lähmenden Angst vor einer ungewissen Zukunft. Es ist eine Generation, die mit mehr Wissen und Werkzeugen ausgestattet ist als jede vor ihr, die aber… Weiterlesen »Jugend und Kinder – Eine delegierte Generation