Neu: Jetzt erhältlich • Mythos-Retelling mit philosophischer Tiefe

„Du wirst gehen.“ – und plötzlich wird jede Gewissheit zur Frage.

In Jerusalem, zwischen römischer Besatzung und religiöser Ordnung, hält sich der Schuster Ahasver an Regeln – Ordnung ist für ihn das einzige Gegengift gegen Chaos. Doch als er einem Verurteilten Wasser verweigert, wird aus seiner Sicherheit ein Urteil: Ahasver muss weitergehen. Immer weiter.

Was folgt, ist ein atmosphärischer Epochenroman durch Jahrhunderte: Glauben wird zum Schlachtruf, „Ordnung“ trägt plötzlich Uniform, Fortschritt schmeckt nach Ruß – und die moderne Welt arbeitet mit Bildern, Frames und Schuld, um Menschen zu lenken. Das eigentliche Thema ist nicht das Gehen, sondern das Sehen – und die Frage: „Was macht meine Gewissheit mit dem anderen?“ Ideal für: Leser:innen philosophischer RomaneFans historischer StoffeMythos-RetellingsLesezirkel

Schlagworte: Ahasver-MythosOrdnung vs. ChaosSinnsucheMoral & OrdnungIdeologienZeugenschaft

Warum du dieses Buch lesen willst

Ein Roman, der nicht „belehrt“, sondern Denkwege öffnet – und dich danach anders schauen lässt.

🧭 Mythos mit Gegenwart

Der Ahasver-Mythos als Spiegel für moderne Ideologien, Fanatismus und Moralfragen.

🏛️ Geschichte als Bühne

Von Jerusalem bis in die Industrielle Revolution: Epochen, in denen „Ordnung“ kippt – und Menschen mit.

🧠 Philosophische Tiefe

Sinn des Lebens, Verantwortung, Macht – als erlebbare Erzählung statt trockener Abhandlung.

⚖️ Ordnung vs. Chaos

Ein innerer Konflikt, der im Außen sichtbar wird: Wie wird Gewissheit zur Gewalt?

👁️ „Sehen“ statt „Gehen“

Das Buch fragt: Was richtet „das Richtige“ im Menschen an – und wo beginnt Mitgefühl?

📚 Perfekt für Diskussion

Starker Stoff für Lesezirkel: Motive, Zitate, Szenen – und Fragen, die bleiben.

Leseprobe: Ahasvers Wanderung

Ein kurzer Eindruck.

Ein Auszug

„Als der Schuster Ahasver in Jerusalem einem Verurteilten einen Schluck Wasser verweigert, ist es für ihn nur eine Entscheidung der Ordnung – eine Grenzlinie, die eingehalten werden muss. Doch aus dieser kleinen Gewissheit wird ein Urteil, das sein Leben sprengt: Ahasver muss weitergehen. Immer weiter.“

Staub ist das Gedächtnis einer Menge. Er legt sich auf Wimpern, auf Zungen, in die Falten der Kleidung, und später, wenn alles vorbei ist, findet man ihn wieder in den Falten der eigenen Hände, als hätte man das Geschehen selbst geformt.

Die Gasse vor meiner Werkstatt leerte sich langsam, aber nicht ordentlich. Menschen lösten sich nicht auf wie Rauch, sie blieben in kleinen Gruppen stehen, redeten, deuteten, wiederholten Sätze, die sie selbst nicht verstanden. Einige schauten noch einmal zu meiner Tür, als sei dort etwas geschehen, das man bewerten müsse. Ein Mann spuckte auf den Stein, halb aus Ekel, halb aus Erleichterung. Eine Frau zog ihr Kind näher zu sich, so, als könnte sie es vor Blicken schützen. Die Werkstatt hielt den Atem an. Werkzeug lag still, Leder roch nach Arbeit, Pech glänzte in der Schale wie eine dunkle, geduldige Flüssigkeit. Aber etwas war verschoben. Nicht sichtbar, eher wie ein Nagel, den jemand ein wenig gelockert hat, so wenig, dass das Brett noch hält, aber genug, dass es irgendwann knarren wird. Der Satz in meinem Kopf blieb: Du fürchtest, dass alles zerbricht. Draußen bewegte sich die Stadt weiter, als wäre nichts, und genau das war das Unheimliche. Ordnung kann so tun, als habe sie gesiegt, während sie schon Risse hat. Der Schritt vor die Tür geschah nicht als Entscheidung, sondern als Reaktion, wie ein Körper auf Rauch reagiert. Die Gasse war heller als die Werkstatt, der Staub stand in der Sonne, tanzte, als sei dies ein Fest. Der Lärm war weitergezogen, aber er war nicht weg. Er hing noch zwischen den Häusern, in den Stimmen, die nachklangen. Er zog Richtung Stadtrand, dorthin, wo man Dinge beendet, die man nicht mehr in der Mitte haben will. Die Füße trugen mich. Nicht schnell, nicht eilig, eher mit einem unangenehmen Nachdruck, als müsse etwas kontrolliert werden. Vielleicht die Römer. Vielleicht die Menge. Vielleicht die eigene Hand, ob sie wirklich am Türpfosten geblieben war.

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Was andere sagen

Erste Meinungen zum Buch.

„Ein Roman, der den Mythos nicht nacherzählt, sondern neu schärft – als moralische Klinge.“

— Blogger

„Historie, Philosophie und Gegenwartskritik greifen ineinander – und man legt das Buch nicht ohne Diskussion aus der Hand.“

— Leserstimme

„Das stärkste Motiv ist das Sehen: Wer hinsieht, kann nicht mehr so leicht wegschauen.“

— Leserstimme

Über den Autor

Mehr Hintergründe, Essays und Bücher: alterstorheiten.info

Hermann Selchow

Jahrgang 1956. Seit seiner Jugend faszinieren ihn gesellschaftliche Fragen und philosophische Konzepte. Viele Jahre wirkte er an einem bekannten deutschen Theater und setzte sich dort mit den geistigen Strömungen verschiedener Epochen auseinander. Später wandte er sich anderen beruflichen Feldern zu – und veröffentlichte seine Überlegungen schließlich in Buchform.

Website Bücherecke Weblog

FAQ

Kurze Antworten auf die häufigsten Fragen (anpassbar).

Ist das Buch eher historisch oder eher philosophisch?

Beides – es ist ein historisch grundierter Epochenroman, der in jeder Station philosophische Fragen zuspitzt (Sinn, Moral, Macht, Mitgefühl). Die Erzählung trägt die Ideen – nicht umgekehrt.

Gibt es religiöse Themen oder sensible Inhalte?

Ja: Das Buch berührt Glaubenskonflikte, religiösen Fanatismus sowie Moral & Gewalt. Wenn dich diese Themen stark belasten, lies bitte mit entsprechender Vorsicht.

Worum geht’s – ohne Spoiler?

Ein Mann, der Ordnung über alles stellt, trifft in Jerusalem eine Entscheidung, die ihn zum ewigen Wanderer macht. Auf seiner Reise durch die Jahrhunderte beobachtet er, wie Gewissheiten Menschen formen – und wie selten Mitgefühl inmitten von Ideologie gelingt.

Für wen ist „Ahasvers Wanderung“ besonders geeignet?

Für Leser:innen literarischer Erzählungen mit Tiefgang, Fans historischer Stoffe, Mythos-Retellings und alle, die gern über Sinn des Lebens, Menschenbild und Verantwortung nachdenken – besonders auch für Lesezirkel.