Schuldig durch Empörung …

So ziemlich jederman – mich eingeschlossen – hat sich gestern über den links-grünen Propaganda-Gesang des WDR-Kinderchors empört oder auch begeistert gezeigt. Die „Umweltsau“ dürfte inzwischen landesweit angekommen sein und die Message hat ihr angestrebtes Ziel erreicht.

Quelle: Unsplash

Wie einfach ist es doch geworden, seine staatsgewollten Informationen unter das Volk zu bringen. Man geht den gewissen Schritt zuweit, sorgt für die gewollte Empörung und schon verbreitet sich das künftige Volksvokabular unaufhaltsam über das ganze Land. Das beste daran, man muss nur ein wenig warten, denn das einstmals Komplizierte – die Verbreitung der Begrifflichkeiten – übernehmen die Betroffenen selbst.

Wie mühsam war doch dagegen diese Aufgabe zu Zeiten der tatsächlichen Nazisäue. Beinahe zynisch erscheint es angesichts heutiger Möglichkeiten und Geschwindigkeiten, dass die „Weiße Rose“ für eine Handvoll Flugblätter hingerichtet wurde.

Nach einer Weile entfernt man mit geheuchelter Reumütigkeit den Beitrag, denn er hat auf der eigenen Website den Zweck erfüllt und wurde längst 1000-fach geteilt, verbreitet und viral wiederholt. Ziel erreicht!

Während der Herr WDR-Intendant Buhrow sich am liebsten selbst entschuldigen würde (was per se nicht möglich ist und somit nicht nur an den sprachlichen Feinheiten scheitert), zeigt sich jedoch, dass System hinter den Vorgängen steckt. Denn während man in der Lage ist nicht nur jede Satiresendung zu kontrollieren und zu „zensieren“, kann man angeblich monatelang keine „sprachliche Feinheiten“ bemerken? Welche sprachlichen Feinheiten, denn? Wir reden hier nicht über Kommasetzung, Herr Buhrow!

Quelle: Journalistenwatch

Von Satire, Entschuldigungen & anderem Gedöhns …

„Man habe nicht mit der „nötigen sprachlichen Feinheit“ gearbeitet und „nicht lange genug nachgedacht“.“ Anm. d. Red.: Beides sind mit Sicherheit nicht die Stärken des Herrn Intendanten. Man kann sich nicht selbst von Schuld befreien. Das könnten nur die Betroffenen.

Quelle: T-Online.de
Quelle: Twitter

Währenddessen legt man mittels eines grünschnabeligen, nach seinen fünf Minuten Ruhm geifernden WDR-Social-Dingsbums-Gehilfen namens Danny Hollek mit „Nazisau“ noch einmal nach und schon ist die „Umweltsau“ das nötige Quäntchen erträglicher. Dass der Beitrag auf Twitter ca. 1600 likes kassiert mag dann als symptomatisch für dieses Land stehen. Auch eine offizielle Beschwerde gegen den Beitrag bei Twitter wurde als „kein Verstoß gegen die Regeln“ abgewiesen.

Fazit: Das Unwort „Umweltsau“ darf ab sofort gegen jeden Menschen angewandt werden, der einer geregelten Arbeit nachgeht und für die GEZ und die Hüpferling-Generation die Kohle ranschafft. Obwohl diese längst überwiegend der 68er-Generation angehören und mit dem NS-Regime nicht das Geringste gemein hatten oder haben. Im Gegenteil, denn gerade sie haben sich gegen den Muff von tausend Jahren gewehrt.

Quelle: Youtube

Der Krieg gegen Köpfe & Kinder …

Der Krieg gegen Köpfe greift zuerst unsere Kinder und Enkel an. Sie sind besonders anfällig für Infiltration, Manipulation und kraftvollen Worten. Es ist ihr ureigenster Trieb gut sein zu wollen. Wenn ihre Eltern hierauf gleichgültig oder gar unterstützend reagieren, haben sie keine Chance dieser Infamie zu entkommen Ungeschickt? Leichtfertige Wortwahl? Wohl kaum. Missbrauch trifft es wohl eher.

Der feuchte Traum einer Diktatur …

Der feuchte Traum aller Diktatoren ist dank der sozialen Medien wahr geworden und läßt sich eigentlich nicht verhindern. Es ist vollkommen gleichgültig, ob wir uns für oder gegen etwas aussprechen – wir übernehmen die Verbreitung der Hetze. Ob wir uns nun empören, oder ihr zustimmen – in beiden Fällen tragen wir die gewollten Slogan und Worte weiter und verbreiten den geistigen Unrat.

Die Konsequenz wäre das Totschweigen. Nur ist es erlaubt zu schweigen angesichts derartiger Methoden und Auswüchse? Ein scheinbar unauflösliches Dilemma. Schweigen wäre schon Verrat an unseren Großeltern und auch und vor Allem an unseren Kindern. Wir dürfen sie diesen Heuchlern und Demagogen nicht überlassen. Uns muss klar sein, dass nicht alle Eltern „das nicht wussten“. In einer Zeit in der Eltern nicht mehr Autoritäten, sondern Freunde ihrer Kinder sein wollen, machen sie sich nur allzu bereitwillig mitschuldig.

Gern greife ich den Gedanken von Frau Vera Lengsfeld auf:

Peter Weber vorgeschlagen hat, PROGRAMMBESCHWERDE beim WDR einzureichen. Geht unter rundfunkrat@wdr.de und intendanz@wdr.de – wichtig sind die Worte “Offizielle Programmbeschwerde beim Rundfunkrat”. Das macht sehr viel Arbeit, weil es durch zig Abteilungen wandert und zig Stellungnahmen geschrieben werden müssen.

Quelle: vera-lengsfeld.de

„Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel. Sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein.“

Zitat: Marie von Ebner-Eschenbach

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